Phineo Spendenfonds Integration gestartet

Vorstellung Spendenfonds Integration in Berlin Foto: ©PHINEO gAG/Steffen Kugler Mobile: +49 1794648532 Steffen.kugler@gmail.com

Foto: © Phineo gAG/Steffen Kugler

Viele Hilfsinitiativen kennen das Problem: Wenn sie Spenden bekommen, dann meist nur für konkrete Projektarbeit. Für die genauso wichtigen Aufgaben im Hintergrund finden sich dagegen selten Geldgeber. Der Phineo Spendenfonds Integration stößt nun in diese Lücke. Mit einem Startkapital von 425.000 Euro hilft der Fonds zunächst sechs NGOs dabei, sich strukturell weiterzuentwickeln und so ihr Engagement auszubauen.

 

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Michael Peters, stellvertretender Vorsitzender der Eurex Frankfurt AG (Mitte), re: Dr. Andreas Rickert. Foto: © Phineo gAG/Steffen Kugler

Spenden für Personalkosten, für den Aufbau von Datenbanken oder die Einrichtung neuer Stellen bei Hilfsorganisationen seien „häufig unsexy für die Fördergeber“, sagte Dr. Andreas Rickert, Vorstandsvorsitzender des gemeinnützigen Analyse- und Beratungshauses Phineo, bei der Vorstellung des Fonds in Berlin. Doch ohne solche Investitionen könnten Initiativen auf Dauer nicht wirksam arbeiten. Hier wolle der Fonds helfen. „Wir werden sicherlich nicht jeden Geber abholen. Wir brauchen Geber, die strategisch spenden wollen und die uneitel genug sind, um sich mit anderen Gebern im Fonds einzureihen.“

phineo-wirkt-siegel_neutral_2015_06Denn dabei geht es bei dem Spendenfonds Integration: Unternehmen oder einzelne Philantrop*innen zahlen in den Fonds ein, der ausgewählte gemeinnützige Organisationen dabei unterstützt, ihre Strukturen so zu gestalten, dass sie langfristig ihre Arbeit machen können. Konzipiert und begleitet wird der Fonds von der Organisation Phineo, die seit 2010 unter anderem Hilfsorganisationen das „Wirkt-Siegel“ für wirksames zivilgesellschaftliches Engagement verleiht.

Die Deutsche Bank Stiftung finanziert als Initiativpartnerin Konzeption und Aufbau des Spendenfonds und stattet ihn mit einer ersten substanziellen Spende aus. Daneben beteiligen sich zum Auftakt die Bundesliga-Stiftung, die HIT Stiftung, die Schöpflin Stiftung und die Wübben Stiftung gGmbH. Insgesamt kam so ein Startkapital von 425.000 Euro zusammen.

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„Ohne die zivilgesellschaftlichen Gruppen ist es nicht möglich, die Herkulesaufgabe Integration zu bewältigen“, sagte Michael Münch, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bank Stiftung, in Berlin. Die strukturelle Förderung von Integrationsprojekten gelinge aber nicht nach dem Gießkannenprinzip, deshalb sei die Arbeit des Spendenfonds Integration so wichtig: „Wir wollen stark wirkungsorientiert arbeitende Projekte fördern, um ihren Wirkungsgrad zu verbreitern. Gemeinsam können wir dabei mehr erreichen. Gemeinsam erreichen wir mehr Herzen und mehr Köpfe.“

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Claudia Schippel, Xenion e.V. Foto: ©PHINEO gAG/Steffen Kugler Steffen.kugler@gmail.com

Die ersten sechs vom Fonds unterstützten Hilfsorganisationen tragen alle das Phineo-Siegel. Darunter ist auch der Berliner Verein Xenion Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V., der im Projekt Akinda ehrenamtliche Einzelvormundschaften für unbegleitete minderjährige Geflüchtete vermittelt. Das sei ein Riesenverwaltungsaufwand, berichtet Claudia Schippel. „Wir müssen genau schauen: Welche Behörden und Gerichte sind jeweils zuständig? Sind alle Kontaktadressen immer aktuell?“ Bisher arbeitet der Verein mit einer „rudimentären Excel-Tabelle“ und stößt damit inzwischen an seine Grenzen. Dank dem Spendenfonds wird nun eine Datenbank aufgebaut.

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Firas Alshater aus Syrien präsentiert per YouTube Zuckerstückchen

Wie Integration geht, davon berichtete auch Firas Alshater. Der 25-jährige Syrer lebt seit drei Jahren in Deutschland und wurde binnen weniger Monate mit seinem Kanal Zukar und seinen „Zuckerstückchen“-Clips zum YouTube-Star. Vor kurzem erschien sein Buch „Ich komm auf Deutschland zu“ im Ullstein-Verlag. „Integration heißt, Freunde zu werden“, sagte er bei der Fonds-Vorstellung in Berlin. Das sei vor allem auch eine Frage der Geisteshaltung – und der Zeit. Wie bei einem Hefeteig. Am Ende könne er nur sagen: „Wir backen das!“

 

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Beitrag vom 11. November 2016

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